22. Dezember Eine Tätigkeit die ich eigentlich recht schön finde, nur in der Weihnachtszeit hasse ich nichts mehr als das! Überall schwirren tausende von Leuten herum die genau dasselbe versuchen. Die Straßen sind überfüllt und in den Geschäften herrscht Krieg. Wer sich hier am Grabbeltisch nicht durchsetzen kann, sollte lieber zu Hause bleiben und Kekse backen…
Man darf hier keine Hemmungen haben einer Oma das Gebiss aus dem Gesicht zu prügeln, sonst steckt einem das selbige ein paar Sekunden später im Arm! Selbst die brave Hausfrau wird hier zum Killerinstrument ihres Einkaufszettels. Um mich beim Weg ins Kaufhaus bereits auf der Straße durchsetzen zu können, hab ich mir einen Rammbock aufs Auto montiert. Mit dem Losfahren wusste ich, nun ziehe ich in den Krieg. Die Suche nach einem Parkplatz dauerte nicht lange, ich suchte mir eine Stelle aus die mir gefiel und schob das Auto, das dort stand, einfach das Parkhaus hinunter, aber nicht die Ausfahrt, sondern durch die Wand… Bewaffnet mit Pfefferspray, Rauchbomben, Elektroschocker, einer Schreckschusspistole und geschützt durch Stahlkappenschuhe, Elbogen- sowie Knieschützern bin ich auf das schlimmste vorbereitet. Ein Dobermann wäre noch super, aber in den Geschäften sind Hunde ja verboten, eben darum wahrscheinlich. Unglaublich, heutzutage muss man bewaffnet einkaufen gehen, um noch brauchbare Geschenke zu bekommen…
Wie erwartet war die Hölle los, in so einem Getümmel würde ich nie meine passenden Geschenke finden, aber zum Glück löste “irgendjemand” den Feueralarm aus und da ich rein zufällig eine Feuerwehruniform dabei hatte, war ich nach kurzer Zeit, die einzige die im Kaufhaus herumlief.
Nun stellte sich mir eine Frage, wem was schenken, wie viel ausgeben und wo finde ich den Müll? Um nicht zu wenige Geschenke zu haben, sollte man Wissen, von wem man aller selber Geschenke erwarten muss, nichts ist blöder als was zu bekommen ohne etwas zurückgeben zu können! Ich will mich aber auch nicht völlig zu verschulden, daher legte ich erstmal eine Geschenkeliste an. Mein Umfeld lässt sich in 3 Gruppen unterteilen: Familie, Arbeitskollegen und die restliche Clique.
Meiner Familie schenke ich neben meiner Anwesenheit und meine Liebe, noch einen Stoß Essensmarken. Meine Arbeitskollegen bekommen einige Wochen Ruhe von mir und meiner Clique vermache ich meine Freundschaft für ein weiteres Jahr, natürlich mit Bindefrist…
Da ich nun alles hatte, was keiner brauchte, gings wieder Richtung Heimat. Während die Leute nach der Räumung des Geschäftes wieder langsam zur Tür reinströmten und sich gegenseitig zertrampelten, schlich ich mich über einen Hinterausgang raus, bei meinem Auto angekommen versteigerte ich erstmal meinen Parkplatz an den Meistbietenden und fuhr grinsend an der Kolonne vorbei, die sich schon Kilometerweit vorm Kaufhaus staute um noch irgendwas zu ergattern…
Ho ho ho Fröhliche Weihnachten allen Freaks ...
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